Zwischen dem Startpunkt im Anazonas, Manaus, und Salvador liegen laut Googlemaps 4.678 km. Das macht einmal die Dimensionen Brasiliens deutlich. Wir haben Flugtickets mit kurzem Zwischenstop in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens.Manaus liegt mitten im Amazonas, am Fluß Rio Negro.Es ist jetzt Niedrigwasserzeit, jedoch auch am heißesten, dafür gibt es weniger Moskitos.
Doch wir werden erst nachmittags zum Flughafen abgeholt und so bleibt Zeit, in den Botanischen Garten und ins Museum für Ärchologie und Ethnologie zu fahren. Reiner bestellt über Uber das Taxi, der Betrag ist ersichtlich und wird gleich abgebucht, er sieht, welche Farbe, Nummer und Marke das Fahrzeug hat und der Fahrer kennt den Weg und fragt nach dem Vornamen. Das ist denkbar einfach, praktisch und sicher. Das Fahrzeug kommt in wenigen Minuten. So kommen wir schnell in den Botanischen Garten. Aber ins Museum kommen wir nicht. Der Eintritt kann nur mit Bargeld bezahlt werden, wir haben keins mehr, und der nächste Automat ist 4 km entfernt. Halt, nebenan sehe ich eine Bank. In dieser sind drei Abhebeautomaten und drei bewaffnete, uniformierte Sicherheitsleute. Das hilft aber nicht, uns wird an diesen Automaten kein Geld ausgeworfen. Also müssen wir den Museumsbesuch streichen und ich gehe zum Abschied Meerbaden.

Der Pau Brasil ist der brasilianische Nationalbaum und besonders junge Exemplare weisen an der Rinde Stacheln auf. Er war begehrtes Brasilholz und Färbemittel und wurde am Küstenstreifen fast ganz abgeholzt, bis ihn Dom Pedro zu schützen begann.

Der Baum mit den kleinen gefiederten Blättchen ist der Juremeira, Mimosa ophtalmocentra, zu deutsch Rote Jurema, ähnlich der echten Akazie ( im Unterschied zu unseren Robinien, die oft fälschlichweise Akazien genannt werden). Die Inhaltsstoffe der Jurema haben psychoaktive Wirkung und die Rinde der Mimose sind als Heilmittel gegen Husten bekannt. Der folgende Baum sieht unserer Robinie ähnlicher:



Besonders faszinierend ist dieser Baum an dem Flaschenkürbisse hochranken oder aus ihm herauswachsen?- keine Ranken gesehen- und Blüten herauswachsen:


Ansonsten wächst in diesem Wäldchen viel, was bei uns als Zimmerpflanzen bekannt ist…Die Ausschilderungen sind nur irgendwo als Gruppenschilder angebracht, so dass schon etwas botanische Spürnase von Nöten ist, das Schild einem Baum zuzuordnen. Das gelingt uns teilweise.






Diesen Baum mit dem imposanten Stamm werden wir gewiss im Amazonas wiedersehen…
Pünktlich holt uns der altbewährte Fahrer im Hotel zum Flughafen ab. Meine Haare sind noch naß vom Meerbaden. Meine Barfußschuhe auch, weiß nicht, warum. Den nassen Füßen verschaffe ich auf dem Flughafen mit dem Kauf knallbunter Badelatschen Abhilfe. Meine mitgebrachten (von 2018 aus Kolumbien) sind so ziemlich abgewirtschaftet. Passen auch zum neuen Overal. Dann geht die Fliegerei los. Chic sind die Flughäfen in Salvador und in Brasilia, einfach struktiert, neu, sauber…Wir gehören übrigens mit Ü 60 zur Priority, wir dürfen bevorzugt einsteigen.


Brasilia, nur von oben und im stockdunkeln

Gut gelandet in Manaus, nun werden wir noch zum Hotel gefahren, dort kurz schlafen, morgen früh geht die Reise weiter in den Regenwald. Die Uhrzeit hat sich um eine Stunde zurück verschoben.