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In Salvador Bahia

Unsere Gastgeber servieren heute zum Frühstück Tapiokapudding, besonders süsse Bananen, Ananas, die sie zu sauer finden und ich gern allein esse, und zu guter Letzt sogar einen Likör aus den Früchten der Jenipapo:

Ich bekomme ein Shirt geschenkt, nicht nur, dass es in brasilianischer Farbfröhlichkeit leuchtet, der Sohn vertreibt diese Shirts mit den Logos seiner Klinik(en). So richtig verstanden habe ich das mit den Kliniken nicht. Verstanden habe ich, dass er außer dem Apartement, in dem wir waren, noch ein Grundstück mit Garten hat.

Jo serviert die eingelegten Früchte von der Cashew, ist mir aber viel zu süß.

Wir fahren mit dem Kleinbus an den den ersten der vielen Strände. Dort stand bei der Ankuft der Portugiesen 15 Hundert Gummi ein indianisches Fischerdorf. Und da die Portugiesen nur männlich waren, vermischten sie sich mit ihren mitgebrachten Sklaven und der indigenen Urbevölkerung, so dass der katholische Glaube hier über 100 Götter einschließt. Wir besuchen eine kleine Kirche- die Casa de Yemanja- Mutter des Fisches- und schauen den Fischern beim Bearbeiten ihres Fangs zu…eine blutige Angelegenheit. Im Innern der kleinen Kirche ist ein bunter Altar mit den afrobrasilianischen Gottheiten und vielen Opfergaben.

Kacheln, die an Portugal erinnern, und Malerei, die an Afrika erinnert, schmücken die Gebäude.

Weiter geht’s mit uns zu einem Kachel- Bemaler. In seiner Werkstatt stehen zwei schöne Engel.Sie sind leider unverkäuflich. Es sind auch andere Schmuckstücke zu bewundern, wie dieses hier:

Wir spazieren an den Orixás vorbei. Das sind Gottheiten afrikanischer Herkunft, die die Naturkräfte wie Wasser, Erde, Wind und viele mehr verkörpern und mit den afrikanischen Sklaven nach Brasilien gelangten.Die Figuren stehen mitten im See:

In dem Park beobachten wir die Arbeiter nebenan, bis kanadischen Frauen uns warnen: grade riss ein Kind einer Frau ihr Phone aus der Hand. Die Aufregung ist groß. Ihr nicht mehr ganz junger Guide rannte dem Kind hinterher und brachte das Phone zurück.

Unsere Guide erklärt: gearbeitet wird in Brasilien bis Samstag Mittag, 44 Wochenstunden. Schulen und Krankenbehandlung sind frei, jedoch geht alles privat bezahlt besser- kennen wir irgendwo her. Da sich auch die Arbeitsbedingungen für die zu Hause Angestellten verbessern, kann sich auch nicht mehr jede Mittelschichtfamilie Hilfen leisten.In den Communidads mussten schon immer die größeren Geschwister oder Großeltern diesen Part übernehmen und die Eltern beide arbeiten.

In Salvador gibt es für jeden Tag des Jahrs eine Kirche, d.h.365 Kirchen. Diese Kirche- die Basilica do Senhor de Bonfim- ist ein Muss. Für alle Politiker und alle Gläubigen und Ungläubigen. Sie ist das spirituelle Zentrum Bahias, weil sich hier das Katholische mit dem Afrobrasilianischen verbindet. Im Raum der Wunder hängt alles, was die Menschen zur Heilung sich wünschten oder durch Gebet bekamen, Körperteile aus Wachs, Schnuller, Arztkittel, Trauerrosen, Hochzeitskleider…Die Gittertore der Kirche sind über und über mit Tausenden bunten Bändern geschmückt. Die Bänder werden mit drei Knoten festgebunden. Jeder Knoten stellt einen Wunsch dar.

Die versinnbildlichten Körperteile an der Decke, Menschen im Gebet…

Porugisiesche Kachelwandbilder verschönert mit Plastestühlen zum Gebet im Seitenraum

Die heilig gesprochene Nonne erscheint mir 🙂

Die Nonne hat ein Museum, eine Kirche, ein Grab darin und gründete Krankenhäuser, Pflegestationen und Schulen, sie kümmerte sich um Arme, Gefangene, Beeinträchtigte, Kranke, Drogenabhängige Obdachlose- sie war selbst lungenkrank. Auf zahlreichen Graffittis in der Stadt wird sie verehrt.Der Papst besuchte sie zwei Mal und sprach sie heilig.

Am nächsten Strand herrscht frohes Treiben mit Partymusik in glühender Hitze

Viele brasilianischen Damen lieben ihren Körper und stellen ihn gern zur Schau.

Wir genießen vor einem Restaurant in irgendeinem Club afrobrasilianische Tänze: den Kampftanz Capoeira-„Sklaven tarnten ihre Kampftechniken vor den Augen der Aufseher als rituellen Tanz-, die Maculelé, ein Stocktanz, Und den Caxambu, ein Kreis- und Paartanz aus dem der Samba enstand. ambas. Immer wieder wirst ein neier Tänzer eingeladen, so auch wir.

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