Zum Inhalt springen

Geflasht auf dem Monte Alto

Julia, die Farmerin, holt uns fast ganz pünktlich ab. Sie ist mir gleich sympathisch. Wir fahren stadtauswärts und weiter bergauf. Nein, richtig Zeit zum Pflanzen bewundern hatten wir natürlich noch nicht. Aber nun umfängt uns die ganze und ganz andere Natur aus Autoperspektive. Kann das sein, das so schnell ein Eintritt ins Naturparadies möglich ist und wir aber in dem Auto sitzen. An der ersten Wasserquelle dürfen wir Aussteigen und knipsen und vor allem das Quellwasser trinken.

Danach ergeben sich immer weitere schöne Sichten auf die Kaffeeplantage mit Palmen, Bananen, anderen fremden Bäumen umstanden und kleinen Seen mittendrin. Auf den 500 ha gedeiht auf 200 Kaffee, alles andere ist Wald, Rückzugsort, Refugium für Tiere aller Art. Auch Wanderwege gibts mittendrin. Und einen Kaffeebaum, der über 100 Jahre alt ist. Den pflanzte der Ururgroßvater.

Oben angekommen tut sich ein spektakulärer Blick auf. Wir steigen nach mehreren Fotostops richtig aus. Vögel lärmen, dass sie Zwitschern wäre weit untertrieben. Zwei Pfauen unterhalten sich am lautstärksten. Eine Art Herrenhaus und mehrere gelbe Farmerhäuschen mit blauen Fenstern, ein oppulenter Garten voller Blütenpracht und ein klarer Teich mit gelben, weißen und weiß ich was Karpfen verlockt zum Verweilen.Eine alte Brücke mit Viadukten kommt und geht irgendwo in dieser gemalten Landschaft dahin. Ich wäre gern sprachlos, aber englisch ist angesagt, um viel zu verstehen.

Und es geht auch nicht um all die fantastischen Blicke sondern um Kaffee. Der wiederrum sieht mitgenommen aus, abgestrippt samt einigen Blättern sind die kostbaren Kaffeekirschen. Die Ernte erfolgte in diesem Jahr von Mitte Mai bis Mitte September und bemisst sich im zweistelligen Tonnenbereich.Der Großvater pflanzte in den Jahren der Rezension einen Kaffeehain, setzte ein Vermächtnis.

Blüten und neue Früchte am selben Strauch

Anhand der brasilianischen Baumkirsche erklärt uns Julia, was bei der Kaffeepflanze geerntet wird: Vertrocknete, rote und grüne Kirschen. Wir verkosten die Baumkirschen, herrlich.Die nächsten Tage werden sie noch süßer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert