Zum Inhalt springen

Colégio Visconte de Porto Seguro in Valinos

Wir besuchen die größte deutsche Auslands- Schule weltweit. Sie führt mehrere Standorte in Brasilien. Neben dem brasilianischen können die Schüler auch das Deutsche Internationale Abitur erwerben. Die Kinder können ab 2 Jahren den Kindergarten besuchen. In den Schulen lernen mehrere Tausend Schüler.

Zwar erwarben das sehr große Kaffee- Fazenda- Gelände in Brasilien ansässige deutsche Firmen, schenkten es jedoch dieser privaten Schule, um im Umkreis der Firmen eine neue Schule zu bauen. Aber sonst haben diese Firmen nichts mit der Schule zu tun. Es gibt in Brasilien auch keine Praktika in Betrieben für die oberen Klassen. In den oberen Klassen wird 40 Wochenstunden gelernt. Dazu kommt oft ein sehr langer Anfahrtweg, so dass die Kinder von früh bis abends unterwegs sind. 60% der Kinder an der Schule hat deutsche Wurzeln. Es gibt aber auch eine Schule, die Kinder aus den Armenvierteln kostenfrei aufnimmt. Ansonsten kostet die Schule je nach Klassenstufe umgerechnet um die tausend Euro, monatlich. Man kann sich vorstellen, wer hier das Privileg hat, zu lernen. Dass die Kinder sehr motiviert sind und sehr gut lernen ergibt sich daraus fast zwangsläufig. Auf meine Nachfrage erläutert der Stellvertretende Schulleiter, dass auch Kinder mit Beeinträchtigungen teil haben. Barrierefreie Zugänge gibts überall.

In dem deutschen Teil der Schule mit mehreren hundert Schülern wird nur deutsch gesprochen, der deutsche Lehrplan unterrichtet und es werden deutsche Zeugnisse samt deutscher Abschlüsse erteilt.

Das ganze Gelände ist rundum abgesichert und nur durch Schranken zum Parkplatz befahrbar und die Schule an sich nur durch einen Sicherheitsdienst zugänglich.

Der Schulleiter aus Baden- Würtemberg ist erst wenige Wochen eingesetzt und der dienstältere Stellvertrende Schulleiter übernimmt die Führung. Er kam vor zehn Jahren aus Sachsen- Anhalt. Wir besichtigen einen Unterrichtsraum, das Auditorium, das Außengelände. Foto: das Auditorium und auf dem Weg zu ihm eine Ausstellung. Die Kinder werden angehalten, aus alten Stoffen neues zu nähen und so etwas vom Schutz der Ressourcen zu lernen.

Kinder werden uns nicht “ vorgeführt“ und wir ihnen auch nicht. Das ist gut so. Ich hätte ohnehin keine Fotos von ihnen ins Netz gestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert