Überpünktlich kommt der Fahrer, der uns zum Busbahnhof bringt. Doch zuvor bekomme ich besten Espresso und wir essen etwas und und es gibt nicht nur ein Lunchpaket auf den Weg, sondern Maria gibt uns auch Gottes Segen. Und wir versprechen uns, in Kontakt zu bleiben.Maria und Jo werden die Seiten von mir lesen. Ich bat sie, mir mitzuteilen, wenn ich etwas falsch dargestelle. Das kann schon mal passieren. Die Fahrt zum Busbahnhof ist kurzweilig mit dem fließend englisch sprechenden Fahrer. Er bringt uns bis zum richtigen Steig auf dem modernen und sehr großen Busbahnhof.

Wir haben komfortable Sitzplätze mit Fußstützen.Da der Bus stark klimatisiert ist, packe ich mich im Schlafsack ein. Zum Abschied regnet es in die Rushour von Salvador hinein und wir tuckeln hinaus ins weite Hinterland.

Die Fahrt dauert über die grade 440 km acht Stunden, mit Pipi- und Lunchpause. Trockne hügelige Landschaft mit roter Erde, Städtchen und Dörfer ziehen an uns vorbei. Meistens schlafen wir. Zum Schluß der Reise wird es bergig und undurchsichtig bewachsen grün. Nichts, um allein auszusteigen. Aber aus dem Alter sind wir ohnehin raus. Wir genießen zum ersten Mal Luxus pur: angekommen in dem Städtchen Lençios wartet ein Taxifahrer mit unserem Namensschild auf uns.So einem Event sah ich bisher nur zu. Jetzt findet das Event für uns statt, Koffer rein und wir rein und ab zu unserer Pousada. Es sind bloß paar hundert bergige Meter.

Nach dem freundlichen Empfang und Weg zu unserem Zimmer umfängt uns Vogelgezwitscher, sonst nichts.



Pool und Frühstücksraum besichtigen wir, dann spazieren wir in das Städtchen.

Die Sanseverien wachsen als Bodendecker und sind ein Heilkraut.Ein Medizinmann führte sie gestern in seinem Einkaufswagen mit herum und erläuterte uns die Verwendung. Nachdem er mit einem Kraut bei uns Umsatz gemacht hatte.




Das Städtchen ist auf Tourismus eingestellt, viel mehr als Salvador. Sowohl der Taxifahrer als auch die Dame Lu an der Rezeption erklären stolz, Lençios ist sicher. Alle Häuser sind restauriert oder zumindest fein bemalt. Als ich weiter ins Gebäude des empfohlenen Restaurants komme, sehe ich die Probleme, die Küche ist keine, sondern ich weiß nicht was, hätte ich es vorher gesehen, hätte ich nichts gegessen.Die Toilette funktioniert und ist sauber, aber war mal ein Bad mit Dusche usw.usf.
Die kleine Stadt Lençios kommt sogar in meinem Reiseführer Brasilien von Stefan Loose vor. Sie bewohnen lt.diesem etwas über 10 Tausend Einwohner. Im 19.Jahrhundert hausten Diamentensucher hier in Zelten.weshalb der Name der Stadt übersetzt „Bettlaken“ bedeutet. Die Diamanten waren schnell gefunden und der Diamentenrausch vorbei. Jetzt lebt die Stadt auf, denn ihre Naturziele für Abenteuer- und Ökotourismus in der „Chapata Diamentina“ ziehen Besucher aus Nah und Fern an. Chapata bedeutet übersetzt das Ciabata, das längliche Brot. Vielleicht, weil man sein Brot mit dem Schürfen von Diamenten verdienen konnte.