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Gruppenspaziergang in der Altstadt

Frühstück mit Guaven…und erste Begenung an unserem Gruppen- Treffpunkt: eine afrobrasilianische Dame verdient ihr Geld mit Touristen- Fotos

Erster Kirchenbesuch in der Basilica im Stadtteil Comercio: zu der hier stehenden Mutter Maria kommen am 31.12. in einer Prozession über das Meer die Bildnisse von dem Jesus der Meerfahrer und von der Unseren lieben Frau der guten Reise hierher und kehren am 1.Januar wieder über das Meer zurück. Es muss schön sein, dieser Prozession zuzuschauen.

Ein Laden in der Nähe sammelt nur den Zuckerrohrschnaps Cachaca (ausgesprochen in etwa Caschassa).In einem kleinen Lokal wird nur Cachaca ausgeschenkt, mit Zimt und Nelken.Bier bringen sich die Gäste dazu selbst mit.

Mit einem kleinen Schrägaufzug überwinden wir den Höhenunterschied von 57 Metern.Im Moment ist der Aufzug kostenfrei. Der Plano Inclinado Gonçalves fährt schon seit Ende des 19.Jahrhunderts.

Gleich neben dem Aufzug befindet sich das Museum des Karnevals. Auf einer großen Leinewand führen zwei Damen die afrobrasilianischen Tänze vor und es ist genug Platz im Raum, um sie mit zu üben. Machen wir glattweg.Viele verschiedene Kostüme, Masken und Kopfschmucke bewundern wir:

Auf dem Dach des Museums mit traumhafter Aussicht (aber die hat man fast überall in Salvador) trinken wir Kaffee, Saft oder Bier:

Dann geht die Kirchentour weiter. Viele Decken sind mit Holzschnitzereien versehen und viele Wände mit diesen Schnitzereien obendrein mit Blattgold bemalt. Da in der Kirche mit dem meisten Blattgold- über 800 kg davon- ein Teil der Decke runtergekommen war und einen Menschen tötete, ist diese eigentlich schönste geschlossen und soll für viele Millionen restauriert werden. Leider werden Teile des Geldes noch gesucht. Wie überhaupt Geld fehlt, um nicht nur paar Häuser in der ersten Front zu restaurieren.

Straßenmusik gibt es überall und dazu Fotos von den Musikern- gegen Bezahlung. Aber ich habe bezahlt! (Andere nicht)

Besagte Kirche ist das, wir fotografierten sie schon am Wahlabend auf der fast menschenleeren und wenig vertrauenserweckenden Straße. Jetzt ist die Straße belebt und freundlich und gleich nebenan gibt es das beste Eis Salvadors, sagt unsere Guidefrau. Drei Kugeln schaffe ich allemal. Gorge Armado Eis mit drei Fruchtsorten, Nelken und Zimt zum Beispiel. Und: hier tanzte Michael Jackson, man kanns auf Youtube angucken: They dont care about us. Jetzt kann man in einem Fanshop Shirts und vieles mehr mit dem Friedenssymbol und dem Wort “ Olodum“ kaufen. Und eigentlich entdeckte den Tanz für den Rest der Welt ein anderer, nämlich Paul Simon. Er fand den afrobrasilianischen Tanz von Gott der Götter, was Olodum bedeutet, und eine Mischung aus Samba und Reggae ist. Die damals gegründete Musikgruppe existiert immernoch.

…und das sind Kakaofrüchte, drei von unserer Gruppe lassen sich daraus Kakaosaft anrichten. Eine Gastgeberin ist die Tochter einer Kakaoplantagen- Familie. In die Kakaoplantagen kam eine Krankheit, die große Bestände dahin raffte .

Langsam aber sicher wird der Gruppenspaziergang zur Last, aus welchen Gründen auch immer. Ich finde es nicht so toll, in der Demse an so vielen Tourigeschäften zu warten. Die bunten Kleider und Tücher kommen aus Indien oder aus Afrika wie sicher vieles mehr. Reiner sucht mich, aber ich warte schon weiter vorn, da hat er mich gefunden:

Endlich geht’s zum Strand…und nach einigen Verhandlungen unserer Gastgeber bekommen wir trotz des Massenauflaufs an diesem Strand ein schattiges Plätzchen.Ein Windchen geht und das Meerbad erfrischt herrlich und die Bewirtung klappt prompt und ich kriege wieder gute Laune:

…der Strand ist so beliebt, weil hier der perfekte Sonnenuntergang zu sehen ist:

Leider blasen unsere Gastgeber zum Abmarsch und so trennt sich unsere Gruppe nicht nur für den Abend, sondern für den weiteren Reiseverlauf. Das hatte ich mir an diesem Tag schon mehrmals herbei gewünscht, dass es nun so abrupt von statten geht ist schon komisch.

Unser Abenteuer beginnt morgen. Wir sitzen noch mit Maria und Jo, die wir in unser Herz geschlossen haben, und schauen zum Glück nochmal in die Reiseunterlagen. Da hätten wir uns morgen früh aber gewundert, wenn uns keiner zum Busbahnhof abholt! Hatten wir doch die falsche Adresse angegeben. Zum Glück haben wir WhatsApp Kontakt zu dem Büro vor Ort und wenig später wird unsere Adressierung bestätigt.Uff.

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