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In Brasiliens Amazonas

Na das hab ich so nicht gedacht. Wir erreichen nach kurzer Fahrt durch die im Smog wabernde Stadt Maunas deren Hafen am Rio Negro.

Der Rio Negro, groß wie ein See, führt schwarzes Wasser, der Solimoes braunes:

Auf dem Foto beide zu sehen, trotz Smog. Viele Kilometer fließen so beide Flüsse, nun als Fluss Amazonas nebeneinander. Auf dem Satelitenbild sieht der Rio Negro schwarz aus, er hat einen sehr hohen Säuregehalt wegen den Untergründen, aus denen er herkommt.Der Amazonas ist der wasserreichste Fluß der Erde und in Brasilien oft mehrere Kilometer (!) breit.Er kann bis zu 60 km (!) Im Umkreis überschwemmen. (GOOGLE),

Der Guide und der Schweizer schützen sich mit Masken, wir haben gar keine mit.

Nach der Überquerung beider Flüsse steigen wir wieder auf einen gut klimatisierten Bus um. Mit dem fahren wir mehrere Stunden durch den Amazonas. Da es in Kolumbien nur Wasserwege ab Letzia gab, nahm ich an, hier wäre es genauso. Nix da, der Blick auf Googlemaps zeigt die Straßen. Der erste Eindruck am Straßenrand: die Holzhäuschen stehen auf Stelzen, Kühe grasen und Hühner gackern, Hunde streunen herum, reichlich Müll liegt da und dort. Immer wieder sehen wir das braune Wasser vorlugen, als kleiner See, als Flüsschen. Bis wir an einen großen Flußarm kommen und ins Motorboot umsteigen, um zu unserer Tupana Lodge zu fahren.

Wir sind derzeit fünf Urlauber, aus Holland, aus der Schweiz, ein Deutscher muss nachgebracht werden.Er hatte seinen Laptop im Koffer und durfte nicht mitfliegen.

Angekommen in der Tupana Lodge dürfen wir nach einem Begrüssungsdrink und Lunch einchecken, in unserer Lodge duschen, sogar einen Mittagsschlaf halten. Er tut mir so gut. Es regnet. Es ist schön, unter dem Strohdach im Regen zu schlafen, bei laufenden Ventilator, der die schwüle Luft in einen frischen Wind verwandelt. Dann gehts im Boot auf Erkundungstour. Das ist im Regen nicht mehr so schön und ich war so verpeilt, dass ich ohne Regenjacke ins Boot stieg. Aber Reiner legt sein Cape über uns beide.Und ja klar, erklärt der Guide: heißt es nicht umsonst Regenwald, es regnet halt, jeden Tag.

Bromelien wachsen natürlich überall…

…der Haus- und Hofpapagei…

Wir legen an…

Mimosenblätter gehen zusammen, wenn man drüber fährt

Es nicht so einfach, am Fluß Tiere zu finden und wir freuen uns über diese Beobachtungen. Zum Schluß kommt ein Tapir zum Gaudi der Touris in die Tupana Lodge und wir dürfen es fotografieren. Unser Guide klopft extra an unsere Tür, um uns mitzuteilen, dass der Tapir da wäre.

Der Guide lebte in Brooklyn und spricht amerikanisches Englisch. Ich verstehe ihn kaum und bitte ihn, klarer zu sprechen. Er meint, also langsamer. Aber das ist es allein nicht.

Zurück in der Lodge gibt es erst ab 20:40 Ihr bis 22 Uhr Internet. Ich merke, wie abhängig ich von dem Medium bin. Ohne…ist es… Wir dinnieren mit dem holländischen Paar und unterhalten uns gut über Gott und die Welt.Dann geht zum Glück das Netz und ich kann schreiben.

Unsere Lodge

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