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Relaxen, genießen, aber bitte erst anstrengen

Die Tafelberge- erst von oben sehen wir es- stellen die Chapatas, die flachen Brote sozusagen, dar. Aber weder diesen Traumblick noch die anderen beiden Destinationen, die wir heute mit Gustavo im Auto ansteuern, gibts ohne Anstrengung. Die Chapata Diamentina müssen wir uns heute trotz längerer Autofahrten so nah wie möglich an das Ziel erst verdienen.Nach der Straßenfahrt huckeln wir eine rot gefärbte Sandpiste hinauf. Um uns staubt es und alles Grüne ist mit rosa-grauem Staubschleier bedeckt. Am Ziel, dem Parkplatz im Naturpark mit Eintritt, geht’s auf den Weg und wie könnte es anders sein, aufwärts. Es führt zum Mosquito- Wasserfall, Cachoeira do Mosquito. Seinen Namen verdankt er nicht den Mücken (sie treffen hier abends ein) sondern winzigen Saphiren.

Das sind noch grüne unreife Mangaba- Früchte inmitten von ledrigen Blättern. Von der Frucht schleckerten wir schon Eis und tranken Saft.

Die Wanderung geht nach der Aussicht auf den Wasserfall oben über Gestein natürlich wieder zu diesem runter. Unten vergnügen sich schon “ paar“ im Wasser, aber die habe ich auf den Fotos wegretuschiert, so:

…50 Meter stürzt der Wasserfall herab.

….und nach dem Genießen und Relaxen wandern wir die Stecke wieder zurück und nach dem guten Lunch am Parkplatz fahren wir weiter. Nach dem Ruckeln auf glatter Hauptstraße nicke ich trotz der tollen Aussicht ein…

Aber nichts da, wieder Geruckel, aussteigen und mit vollem Magen und in praller Sonne (36 Grad, gefühlte 39), die Luft steht- Gustavo freut sich, der Parkplatz gehört fast nur uns- aufwärts. Ich kämpfe mit meinen Rotataronen, die Hüftbewegung ermöglichen, Reiner zieht mich zu am großen und/ oder unsicheren Steinen oder Stufen hoch. Auf dem Tafelberg, dem Morro do Pai Inácio, tut sich ein 360 Grad Blick auf die Chapata Diamentina auf. Ein frischer Wind weht hier, 1150 m hoch. Eine Eidechse sonnt sich, eine Schülergruppe erklomm im Überholmarsch den Berg.

Gustavo liest selbst hier oben noch Müll auf und scheut auch vor einem blauen Kaugummi am Felsen festgeklebt nicht zurück. Er findet gute Trekkingschuhe und schleppt sie zu den Rangern am Parkeingang.

Danke für die tolle Aussicht und bitte wieder runter, mit Reiners Hilfe.Erst jetzt verstehe ich, warum wir in dem Mittagsloch kamen, denn jetzt sind alle fertig, die Freitag bis Montag in Brasilien frei haben und grade hier in der Nähe sind…Wir düsen weiter. Und wieder geht es vom Parkplatz kurz bergauf, schnell bergab und ein wunderbares, aber sehr bevölkertes Bad mit Wasserfall tut sich auf. Da freue ich mich umsonst. Wir schwimmen hier nicht! Wir wandern über die Steinplatten weiter am Flußlauf entlang. Wieder sehr bergauf….

Das ist das Poço de Diabo, der Teufelspool. Der Wasserfall stürzt 20 m in die Tiefe. Von hier aus würden sich Wanderungen in Grotten anschließen, in deren Innern sich glasklare Seen befinden.Man kann sie aber nur mit Schnorcheln, Flossen und wasserfester Taschenlampe erreichen….nichts für uns…

Auf dem Rückweg ist das erste Badebecken leer, fast alle fuhren weg:

Wieder zurück danken wir Gustavo für die zweite tollen Tage sehr herzlich und gern werden wir ihn weiterempfehlen. Dazu stellen wir einen WhatsApp Kontakt her. Klar, er ist und auch in Deutschland herzlich willkommen.

Abends tobt in der kleinen Stadt Lencios tobt der Bär. In der Kirche singt ein Chor, sonst dröhnt aus allen Ecke brasilianische Live- und Retorten-Musik. Es stört niemanden, dass sich die Musik überschneidet. In der Pousada ist sogar das Internet alle. Da gehen wir halt schlafen.

5 Kommentare zu „Relaxen, genießen, aber bitte erst anstrengen“

  1. Thank you so much, adventure couple to be part of this trip and show the Magic of Chapada Diamantina…I am so gratefull…you are so kind and very good turistas…come back soon to Lençóis 🙏🙏🙏

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