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Fairwell, Campinas, welcome to Salvador Bahia

Nachdem wir die Annemarie- Polka präsentierten tritt die Präsidentin des Clubs im Kostüm zum brasilianischen Tanz auf. Wir haben alle viel Spaß.

Am nächsten Morgen frühstücken wir beim Bäcker nebenan. Vorher verabschiedeten wir uns von André mit der Verabredung, uns in Manaus zu treffen, wo wir einen Tag zum gleichen Zeitpunkt sind. Dann fährt uns Ana zum Flughafen, wo wir uns mit den anderen 6 Mitgliedern treffen und zusammen nach Salvador Bahia fliegen.

Fast 2000 Kilometer liegen zwischen Campinas und Salvador Bahia. Wir fliegen 3 Stunden. In Salvador empfangen und die Gastgeber des Clubs. Uns holt Jo ab und wir fahren eine halbe Stunde zu seinem Haus, eines der Hochhäuser der 3 Millionenstadt. Alles ist extrem eng und extrem hoch bebaut, zwischendurch stehen immer wieder alte Stadtviertel, ineinander verschachtelte zwei- oder dreistöckige Häuser. Ab und zu blitzt das Meer durch.

Maria und Jo bewohnen ein Appartement im 15.Stock. Es ist für unsere Begriffe riesig, das heißt, es bemisst sich mindestens auf die Hälfte der Etage. Eine „Reinemachefrau“- alle Klischees werden erfüllt: unsere Gastgeber sind weiß, die Reinemachefrau schwarz- ist die ganze Zeit zu Gange. Wir bekommen ein Zimmer mit Meerblick und direktem Zugang zu Dusche und Toilette zugewiesen und freuen uns darüber. Nach einer Bewirtung mit Käse und Bier fahren wir in das Einkaufszentrum. Wie wir schon wissen, ist das sehr beliebt, denn es ist dort kühl. Dort essen wir für uns exotische brasilianische Frucht- Eis- Sorten. Sie heißen Cupuaçu, Biribiri, Mangaba, Graviola.

Maria erklärt bei einem Kosmetikgeschäft, dass sie eines von dieser sehr gut laufenden Marke in Franchise betrieb

Dann fahren wir wieder zurück und wenig später mit dem Taxi zur Familie des Sohnes. Wie schon erwartet, fahren wir mit dem Fahrstuhl in ein Stockwerk hoch oben und wie auch erwartet, ist das Appartement nicht kleiner, nur moderner eingerichtet. Das Enkelkind präsentiert sich in einem brasilianischen Kostüm mit den Farben schwarz- rot- gold, denn heute fand in der Schule ein Ländertag statt und sie vertrat Deutschland. Eine Haushaltshilfe ist nicht da, hat aber den Salat mit Mango, Zwiebeln und Kartoffeln zubereitet. Die Schwiegertochter verbleibt trotz der Vorbereitung fast die ganze Zeit unseres Aufenthalts in der Küche, sie bereitet Shrimps, Lachs mit Mangososse und frittierten Algenblättchen. So werden wir vorzüglich mit dem Fisch, vielen Sorten sehr gutem Käse, Brot und Aufstrichen bewirtet.Einen süßen Aufstrich probieten wir mit Chillis. Der Sohn demonstriert uns, wie das Bier in Brasilien getrunken wird: aus dem Tiefkühlschrank, es ist gefroren. Wir unterhalten uns sehr gut auf englisch über die Politik der Welt. Komisch, so weit auseinander zu leben und so viel gleich wahrzunehmen.

Er berichtet unsere, Medizin studiert zu haben, hat auch Akkupunktur gelernt und arbeitet jetzt als Schmerz- Arzt. Damit ist er zufrieden. Aber er arbeitet hart, um den für uns gut sichtbaren Lebensstandart zu finanzieren. Die Oma spielt mit dem Enkelkind Domino. Ich bitte, zwecks einer angenehmen Unterhaltung den Fernseher mit Musikvideos auszumachen und freue mich, dass ich so gut den Gesprächen folgen kann. Das Kind schaut weiter weg in dem Riesenzimmer Fernsehen und lässt sich mit geschälten Apfelspalten füttern. Selbstverständlich ist es bis zur Verabschiedung der Gäste dabei und dreht nochmal mit den in der Schule erlernten Tänzen auf.

Blick aus unserem Zimmer

Die Schwiegertochter bereitet Tomaten mit Olivenöl, Basilikum, Sahnekäse- sehr lecker als Brotaufstrich.Darunter Kartoffel mit Zwiebeln und Mango

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