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Abendessen bei Freunden

Nach dem anstrengenden Tag mit Weinverkostung, Lunch in einem All- you- can- eat Restaurant, Bürgermeister-Besuch, Schulbesuch ist es schon eine Herausforderung, noch zwei Heime anzusteuern. Zum ersten werden wir mitgenommen, weil unsere Gastgeber noch arbeiten. Das sehr große Haus befindet sich in einer bewachten Siedlung und wird grade komplett umgebaut. So spielt sich mit den Katzen, den Vögeln, dem Hund und den Kindern alles in einem Raum ab. Die Mücken stechen mich, der Hund beißt mich (bin selbst schuld), die Katzen wollen auf die Tische, während Reiner mit den Kindern lustig Billard spielt und die Gastgeber dieses und jenes zusammensuchen, ich denke, zur Fairwell- Party morgen. Als ich dann mit Reiner und einem Jungen hinten im Auto zur Weiterfahrt sitzen soll, glaube ich, mehr Luft zu brauchen und bitte den Studenten, mit hinten zu sitzen und mich vorn als Beifahrerin zu lassen.“Lady is first“ kommentiert die Fahrerin und ich bin dankbar. Das zweite Heim befindet sich in einer nicht weit entfernten, ebenso bewachten und von einer Mauer umgebenen Siedlung. Dort kommen unsere Gastgeber nach ihrer Arbeit hin und wir alle essen in einem sehr modernen Haus zu Abend. Die Halbwüchsigen spaßen herum, die Erwachsenen führen Paralellgespräche, die Musik läuft als Hintergrund, in dem hohen, großen Esszimmer schallt es. Ich bin müde und überfordert- ADHS lässt grüßen- und ich möchte nur eins, ins Bett, allein sein. Die Mühe, die sich die Köchin mit der versunkenen Kuh in Maniokwurzeln und dem Apfelstrudel gegeben hat, kann ich grade nicht würdigen. Ich werde mich morgen nochmal extra mit einem kleinen Präsent bedanken, denn da sehen wir alle wieder bei der Fairwell- Party.

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