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Maniokbällchen und Gnitzen

Am Abend kehren wir, nachdem wir erst in dunklen Straßen ohne Beleuchtung, ohne ordentlichen Fußweg, fast ohne Menschen und teilweise fragwürdigen, dafür mit unablässigem Autoverkehr, ein Lokal suchten, mitten an der Hauptstraße in eine Pizzaria ein, in die ich nicht wollte. Aber es gibt auch Salat und frittierte Maniokbällchen. Diese sind nicht halb so gut wie die mit Käse gefüllten auf der Farm, die uns zum Abschluss der Führung serviert wurden. Außerdem tranken wir in der Fazenda natürlich Kaffee und aßen saftigen Zimtapfelkuchen mit braunem Zucker.Julia schenkte uns ein Buch von der Farm mit Widmung, dass sicher in unserer Rösterei seinen Platz finden wird. Abends in der Pizzaria lasse ich mir außer hervorragenden, gekühlten Wein aus Argentinien Eiswürfel servieren, um meinen gut sichtbar angeschwollenen und schmerzenden Arm zu kühlen. Das tut gut. Googeln nach dem Verursacher- Tierchen mache ich lieber später. Ich bin ja gegen Gelbfieber geimpft, rede ich mir gut zu. Weil mein Biorhytmus noch mit der Zeitumstellung von 5 h zu tun hat, bin ich sehr früh wach. Ich lerne bei Google, dass es sich um den Stich einer Gnitze handeln könnte, der schmerzhaft ist und stark anschwellen und Krankheiten übertragen kann. Man soll mit einem Hitzestift sofort reagieren. Und einheimischen Schutz kaufen. Das wird heute erledigt.

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